Bundeshaushalt 2025: So werden Verbraucher entlastet

    Bundeshaushalt 2025: So werden Verbraucher entlastet

    6 Min. Lesezeit
    30
    Das Wichtigste in 30 Sekunden

    Die Bundesregierung plant für 2025 Investitionen in Höhe von 115 Milliarden Euro. Trotz dieser Rekordsumme entfällt die versprochene allgemeine Stromsteuersenkung, sodass Privathaushalte und kleinere Betriebe nicht direkt entlastet werden. Immerhin übernimmt der Bund künftig mehr Kosten beim Netzausbau und bei der Gasspeicherumlage, was den Strompreis um etwa 3 ct/kWh senken soll. Diese Entlastungen sind wichtig, da gleichzeitig der CO₂-Preis steigt und langfristig zu höheren Energiekosten bei Verbrauchern mit Gas- oder Ölheizung führen kann. Für Verbraucher bleibt der Strompreis trotz Teilerleichterungen weiterhin hoch.

    Die Bundesregierung hat Ende Juni den Bundeshaushalt für 2025 und die Eckwerte und Pläne für die kommenden Jahre bis 2029 vorgestellt. Kernpunkt des Finanzplans sind Rekordinvestitionen in Höhe von 115 Milliarden Euro in 2025 und einem weiteren Anstieg auf knapp 120 Milliarden Euro bis 2029. Das hat auch Auswirkungen auf die im Koalitionsvertrag versprochenen Entlastungen bei der Stromsteuer und dem Strompreis. Wie sich der Bundeshaushalt auf die Verbraucher auswirkt, erfahren Sie hier! 

    Den steigenden Strom- und Gaspreisen können Sie als Verbraucher durch einen regelmäßigen Wechsel des Energieanbieters entgegen wirken - und so, ganz einfach Kosten einsparen. Wer keine Lust hat, sich darum zu kümmern, kann von einem automatischen jährlichen Wechsel durch WECHSELPILOT profitieren und zusätzlich noch bis zu 450 Euro im Jahr sparen!

    AUTOMATISCHER WECHSELSERVICE

    Jedes Jahr sparen

    Personen im Haushalt

    oder

    Keine Grundgebühr+100 Mio. € gespartDSGVO konform
    Automatischer Wechselservice

    Jedes Jahr sparen

    Personen im Haushalt

    Postleitzahl

    Bundeshaushalt 2025: So sieht der Plan aus

    Für 2025 sind Gesamtausgaben in Höhe von etwa 503 Milliarden Euro geplant, etwa 6 Milliarden Euro mehr als letztes Jahr. Davon sind 115 Milliarden Euro für Investitionen in den Bereichen Bahn, Bildung und Betreuung, Bauen und Wohnen, Digitalisierung, Klima- und Transformationsfonds (KTF) sowie für Innere und äußere Sicherheit eingeplant. Das meiste Geld fließt dabei in den Bereich Innere und äußere Sicherheit: Der Verteidigungsetat steigt dieses Jahr auf 62,4 Milliarden Euro, außerdem unterstützt Deutschland die Ukraine in 2025 weiterhin mit 8,3 Milliarden Euro. Für den Zivil- und Bevölkerungsschutz stehen weitere 1,4 Milliarden Euro bereit. 

    Das sind deutlich mehr als die Hälft des gesamten Budgets für Investitionen. Das restliche Budget teilt sich wie folgt auf: 

    • Bahninfrastruktur: 22 Milliarden Euro (davon knapp 9 Milliarden aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität). Bis 2029 stehen mehr als 100 Milliarden für die Infrastruktur zur Verfügung. 
    • Bildung und Betreuung: 6,5 Milliarden Euro für Investitionen in die Kindertagesbetreuung und digitale Bildung. 
    • Bauen und Wohnen: Mehr als 4 Milliarden Euro sind für Sozialen Wohnungsbau und Städtebauförderung reserviert. Aus dem Sondervermögen stehen daneben etwa 330 Millionen Euro für Wohnungsbauprogramme zur Verfügung. Außerdem stehen weitere 11,25 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen für Förderungen im Baubereich bereit. 
    • Digitalisierung: Für das Thema Digitalisierung plant der Bund Investitionen in Höhe von 4 Milliarden Euro. In den nächsten Jahren soll diese Summe deutlich ansteigen. Das Geld soll vor allem für den Breitbandausbau und die Digitalisierung der Verwaltung genutzt werden. 
    • Klima- und Transformationsfonds: Der KTF wird durch Geld aus dem Sondervermögen Klimaneutralität und Infrastruktur unterstützt. Durch Zuweisungen von 10 Milliarden Euro pro Jahr soll er um insgesamt 100 Milliarden Euro aufgestockt werden. Außerdem fällt die bisher geplante Zuführung des KTF an den Kernhaushalt weg.

    Sind Entlastungen für die Energiepreise geplant?

    Im Koalitionsvertrag hieß es noch, die Stromsteuer solle auf das europäische Mindestmaß sinken und Umlagen und Netzentgelte sollen reduziert werden. Der nun veröffentlichte Haushaltsplan beinhaltet zum Thema Energiepreise drei Punkte: 

    1. 1Gasspeicherumlage 
    2. 2Senkung der Stromsteuer 
    3. 3Kosten des Netzausbaus 

    Die Senkung der Stromsteuer betrifft Industrie-, Land- und Forstwirtschaft. Wer hierbei allerdings übergangen wurde sind Privathaushalte, Kleinunternehmen und Handwerksbetriebe. Laut Koalitionsvertrag sollten “Unternehmen und Verbraucher” entlastet und “als Sofortmaßnahme die Stromsteuer für alle auf das europäische Mindestmaß” gesenkt werden. Auch abgesehen vom Koalitionsvertrag hat die Regierungskoalition mehrfach betont und versprochen, die Stromsteuer für alle zu senken. Außerdem war dieses Versprechen Teil des 10-Punkte-Sofortprogramms der CDU und Teil der Wahlprogramme aller Regierungsparteien. 

    Wegen vermehrter Kritik und der Dringlichkeit der Angelegenheit wurde das Thema Stromsteuersenkung im Koalitionsausschuss am 2. Juli diskutiert. Das Ergebnis blieb das Gleiche: Eine Senkung der Stromsteuer sei mit dem aktuellen Bundeshaushalt nicht finanzierbar. 

    Immerhin bei den Kosten des Netzausbaus soll es Entlastung für Haushalte geben. Laut dem aktuellen, vom Kabinett beschlossenen Regierungsentwurf soll dieser in Zukunft weniger über die Stromrechnung finanziert werden. Stattdessen will der Bund einen größeren Anteil übernehmen. 

    Ebenso will der Bund Verbraucher von der Gasspeicherumlage entlasten. Normalerweise zahlen diese Umlage alle Verbraucher, die Erdgas beziehen. Darüber werden die Kosten von Gasspeicherbetreibern gedeckt, damit diese die gesetzlichen Füllstandvorgaben der Gasspeicher erfüllen können. In Zukunft soll dieser Kostenpunkt also aus Haushaltsmitteln des Bundes gedeckt werden. Seit Juli 2025 beträgt diese Umlage 0,289 ct/kWh. 

    Bundeshaushalt: Mehrere Stapel Geldmünzen liegen vor einem laufenden Stromzähler
    Der geplante Bundeshaushalt sorgt nur für geringe Entlastungen bei Verbrauchern.

    Was ändert sich für Verbraucher durch die Entlastungen?

    Laut Koalitionsvertrag soll der Strompreis für Verbraucher um mindestens 5 ct/kWh sinken. Als Sofortmaßnahme dafür wurde angekündigt, die Stromsteuer von 2,05 ct/kWh auf 0,01 ct/kWh zu senken. Allein dadurch würde der Strompreis deutlich sinken, was nun aber doch nicht stattfindet. Somit fällt nicht nur die direkte Entlastung im Strompreis weg, sondern klimafreundlichere Technologien wie Wärmepumpen oder E-Mobilität werden auch weniger attraktiv gegenüber den konventionellen Möglichkeiten. Zumindest gibt es für Verbraucher auf diese Weise keine weiteren Anreize, sich für diese Technologien zu entscheiden. In dieser Hinsicht ändert sich für Verbraucher im Grunde erstmal nichts, der Strompreis bleibt weiterhin einer der höchsten in Europa. 

    Neben der Stromsteuer sollten auch Umlagen und Netzentgelte reduziert werden. Hier gibt es gute Nachrichten. Die Gasspeicherumlage sinkt und der Bund übernimmt einen größeren Anteil an den Netzentgelten. Laut Koalitionsbeschluss vom 2. Juli 2025 handelt es sich dabei um eine Gesamtentlastung von ca. 10 Milliarden Euro pro Jahr für Verbraucher und Wirtschaft. Das würde für Haushalte eine Entlastung von ca. 3 ct/kWh bedeuten. 

    Entlastungen in einzelnen Strompreisbestandteilen bedeuten auf der einen Seite eine Entlastung für Verbraucher. Auf der anderen Seite sind sie aber auch notwendig, um den in den nächsten Jahren steigenden CO2-Preis auszugleichen.  Aktuell zahlen Energieunternehmen 55 Euro pro ausgestoßener Tonne CO2 – ein Preis, der über steigende Produktkosten an Verbraucher weitergegeben wird. 2026 steigt der Preis auf bis zu 65 Euro pro Tonne, danach bestimmt der Handel mit Emissionszertifikaten den Preis. Angesichts dieser bevorstehenden Preiserhöhungen brauchen Verbraucher Entlastungen, die über die Senkung von Netzentgelten und Gasspeicherumlagen hinausgehen. Ansonsten sehen sich Verbraucher trotz der beschlossenen Entlastungen in Zukunft trotzdem mit höheren Energiepreisen konfrontiert.

    Maite Helms
    Autor
    PR & Content Managerin
    Zum Autorenprofil →
    Veröffentlicht: 09. Juli 2025
    Zuletzt aktualisiert: 09. Juni 2026
    Einfach entspannt sparen.
    Einfach entspannt sparen.
    Zurück zum Magazin
    Artikel teilen: