Während des Urlaubs ist das Zuhause oft unbeaufsichtigt. Um trotzdem ein sicheres Gefühl zu haben und sich keine Sorgen zu machen, gibt es einiges zu beachten. Mithilfe von Smart-Home-Geräten wird das Haus einbruchssicherer, unerwünschter Stromverbrauch wird gesenkt und Sie sind besser auf Schäden durch Wasser und Feuer vorbereitet. Außerdem helfen Sie bei der Bewässerung Ihrer Pflanzen und der Versorgung Ihrer Haustiere.
Der Urlaub steht vor der Tür, Reisen sind geplant, alles ist vorbereitet. Aber auch Ihr Zuhause? Urlaubsplanung bedeutet nicht nur, sich auf die Reise vorzubereiten; damit Sie den Urlaub in vollen Zügen genießen können, sollten Sie auch Ihr Zuhause auf Ihre Abwesenheit vorbereiten. So müssen Sie sich keine Sorgen mehr machen und können sogar Geld sparen.
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Tipp 1: Einbruchssicherer dank Smart Home
Der schönste Urlaub ist nur halb so schön, wenn Sie sich die ganze Zeit Sorgen um Ihr Zuhause machen. Damit das nicht passiert, treffen Sie Vorkehrungen, um Ihr Heim einbruchssicherer zu machen, vor unvorhergesehenen Schäden zu schützen und auch ihre Haustiere in sicheren Händen zu wissen. Neben der klassischen Option, Freunde oder Nachbarn zu bitten, hin und wieder nach dem Haus oder der Wohnung zu schauen, gibt es auch noch andere Möglichkeiten, sich ein sicheres Gefühl zu verschaffen. Eine einfache Lösung, die bereits in vielen Haushalten existiert, ist ein Smart Home-System. Damit können Sie bestimmte Geräte aus der Ferne steuern, Haustierkameras und Alarmsysteme einrichten und Ihr Zuhause in Echtzeit überwachen.
Je ausgeklügelter das Smart Home-System, desto mehr Möglichkeiten zur Fernsteuerung gibt es. Geräte mit Zeitsteuerung oder Tageslichtsensor, zum Beispiel Jalousien, die je nach Lichtverhältnissen automatisch hoch- oder runterfahren, gibt es schon lange. Auch wenn dies den Eindruck von Anwesenheit und Bewohnung erweckt, folgen solche Geräte trotzdem einem Muster. Ein Smart Home hilft dabei, solche Muster zu umgehen und eine zufallsbasierte Anwesenheitssimulation zu erstellen. Je nachdem, wie viele Geräte miteinander vernetzt sind, geht diese Funktion auch weit über Jalousien und Beleuchtung hinaus. So können unter anderem sichtbare Aktivitäten wie ein Rasensprenger oder ein eingeschalteter Fernseher Anwesenheit simulieren. Ebenso helfen Alltags-Geräusche wie zum Beispiel ein Radio, Hundebellen oder wenn sich als Reaktion auf die Türklingel die Gegensprechanlage aktiviert.
Einbruchschutz und Alarmsysteme
Ein Smart Home kann Sicherheit nicht nur simulieren, sondern sie auch tatsächlich herstellen. Zusätzlich zur Anwesenheitssimulation können Tür- und Fensterkontakte, Bewegungsmelder, Innen- und Außenkameras und Sirenen das Zuhause vor Einbrüchen schützen. Einerseits schreckt das Einbrecher ab, andererseits erkennen Sie dadurch, wenn sich Fremde Zutritt zu Ihrem Zuhause verschaffen. Smart Home-Systeme lösen in solchen Fällen selbstständig Alarmsirenen aus (wenn installiert) und Sie erhalten über Ihr Smartphone eine Warnung (wenn vernetzte Kameras installiert sind auch mit Liveübertragung) und können aus der Ferne darauf reagieren und gegebenenfalls die Polizei alarmieren.
In einem Smart Home vernetzte Kameras sind übrigens auch für Alltagssituationen sinnvoll, zum Beispiel wenn Sie schauen wollen, was Ihre Haustiere während Ihrer Abwesenheit machen und ob es ihnen gut geht.
Tipp 2: Richtig Strom sparen mit smarten Geräten
Ein Einbruchsschutz durch Smart Home und besonders die Anwesenheitssimulation verbraucht Strom. Eigentlich nicht unbedingt das, was man sich vom Zuhause wünscht, wenn man gerade nicht da ist. Aber Smart Homes können auch helfen, den Stromverbrauch während des Urlaubs zu verringern. Smarte Beleuchtungssysteme und Thermostate lassen sich auf einen Urlaubsmodus bzw. einen Abwesend-Modus einstellen, den Sie individuell gestalten können. Nachdem Sie einmal festgelegt haben, welchen Zustand die Geräte einnehmen sollen, müssen Sie sich darüber keine Gedanken mehr machen. Das Smart Home-System wird dann die Geräte nach Ihren Wünschen verwalten. Zusätzlich zur Hilfe durch das Smart Home-System können Sie auch selbst Hand anlegen und bei unwichtigen und nicht vernetzten Geräten den Stecker ziehen und sie komplett vom Strom nehmen. Aber aufgepasst: Auch wenn es oft heißt, elektronische Geräte lieber komplett vom Netz zu nehmen als auf Standby laufen zu lassen, sollte zumindest der WLAN-Router eingesteckt bleiben. Nehmen Sie diesen nämlich vom Netz, funktioniert auch das Smart Home nicht mehr. Bei Kaffeemaschinen, Wasserkochern, Monitoren und anderen nicht vernetzten Geräten können sie aber ohne Bedenken den Stecker ziehen.
Mithilfe von smarten Steckdosen lässt sich der Stromverbrauch von Geräten einfacher regulieren, ohne jedes Mal den Stecker ziehen zu müssen. Diese können Sie per Fernsteuerung bedienen oder eine Zeitschaltung einstellen, um die angeschlossenen Geräte komplett vom Strom zu nehmen.
Sie sollten vor der Abreise außerdem auf jeden Fall Ihren Stromzählerstand notieren oder, besser noch, fotografieren. Auf diese Weise erkennen Sie, falls während Ihrer Abwesenheit ungewöhnlicher Verbrauch aufgetreten ist. Ein Smart Meter kann Ihnen darüber hinaus auch helfen, diesen Verbrauch zu lokalisieren. Smart Meter messen nämlich in Echtzeit den Stromverbrauch des Haushalts. Auch wenn der Verbrauch so nicht hundertprozentig verortet werden kann, ermöglicht das Rückschlüsse darauf, wo der Verbrauch herkommt.

Tipp 3: Futterautomaten und Bewässerungssysteme während des Urlaubs
Um Ihre Haustiere auch während Ihrer Abwesenheit zu versorgen, können Sie sich einen Futterautomaten anschaffen, der zu vorgebebenen Zeiten den Futternapf füllt. Alternativ bitten Sie einen Nachbarn oder Freunde, nach dem Haustier zu schauen, während sie nicht da sind. Auf diese Weise hat das Tier immerhin etwas Gesellschaft.
Für Pflanzen können Sie entweder ebenfalls einen Sitter engagieren (idealerweise kümmern sich die Sitter dann gleichzeitig um Tiere und Pflanzen) oder Sie kümmern sich um ein automatisches Bewässerungssystem. Je nach eigenen Vorlieben bietet sich hierfür entweder ein mit dem Smart Home vernetztes Bewässerungssystem, eine Bewässerungskugel oder ein selbstgemachtes System an. Selbstgemachte Systeme bestehen meistens aus PET-Flaschen, die durch einen Aufsatz oder (ganz primitiv) eingestochene Löcher im Deckel präpariert sind und so die Wasserversorgung mehr oder weniger zuverlässig regulieren.
Tipp 4: Smarte Rauchmelder und Wassermelder schützen vor Gefahren
Wer sich stattdessen gegen Wasser im Zuhause absichern will, kann sich einen Wassermelder anschaffen, der bei einem Wasserschaden entweder akustische Signale abgibt oder eine Mitteilung auf Ihr Smartphone sendet. Besonders so ein smarter Wassermelder ist sinnvoll, wenn Sie während des Urlaubs informiert bleiben wollen, denn ein akustisches Signal in der Wohnung hilft Ihnen nur wenig, wenn Sie tausend Kilometer entfernt am Strand liegen. Wenn Sie also eine Wasserwarnung erhalten haben, können Sie, falls möglich, den Hauptwasserhahn aus der Ferne abstellen, Freunde bitten, sich darum zu kümmern oder den Vermieter informieren. Anderes Problem, ähnliche Lösung: Rauchmelder. Bricht zuhause ein Feuer aus, können Sie aus der Ferne akut nicht viel unternehmen, um das Feuer einzudämmen. Bekommen Sie von Ihrem smarten Rauchmelder aber eine Warnung auf Ihr Smartphone, können Sie darauf reagieren, indem Sie die Feuerwehr oder möglicherweise andere betroffene Nachbarn informieren.

Tipp 5: Lebensmittel richtig lagern oder verbrauchen
Wer während des Urlaubs den Kühlschrank vom Strom nehmen will, kann die Gelegenheit gleichzeitig nutzen, um diesen vorher abzutauen und zu reinigen. Während der Abwesenheit können dann natürlich auch keine Lebensmittel kühl gelagert werden. Manches kann übergangsweise in einer separaten Gefriertruhe aufbewahrt werden, zumindest solange der Platz dort reicht.
Wer den Kühlschrank am Strom lässt, muss sich weniger Sorgen darum machen, Lebensmittel zu verbrauchen. Bei ungeöffneten Lebensmitteln beachten Sie einfach das Mindesthaltbarkeitsdatum, um zu wissen, was Sie auch nach dem Urlaub noch verzehren können. Was Sie dagegen lieber nicht im Kühlschrank liegen lassen sollten, sind fast alle Fleischprodukte. Rohes Fleisch ist selbst bei 0 – 4 Grad Celsius nur sehr wenige Tage haltbar. Frischer Fisch sollte ebenfalls nicht länger als 1 – 2 Tage liegen. Bei Gemüse und Obst kommt es ganz darauf an, worum es sich handelt. Blattgemüse und Fruchtgemüse sollte innerhalb von wenigen Tagen aufgebraucht werden, Wurzel- und Kohlgemüse kann dagegen über eine Woche liegen, bei den richtigen Bedingungen (Keller, 1 – 4° Celsius, 90 – 95 Prozent relative Luftdichte) auch mehrere Monate. Obst ist im Kühlschrank dagegen nur wenige Tage haltbar, tropische Früchte und unreife Zitrusfrüchte sollten besser gar nicht im Kühlschrank liegen.
Lebensmittel, die nicht gekühlt werden müssen und einfach im Schrank liegen können, können auch während des Urlaubs da liegen bleiben. Obst, das an der frischen Luft liegt, sollte dagegen am besten verbraucht werden. Während der Abwesenheit würden die Früchte schlecht werden und im Kühlschrank sind sie auch nicht besonders gut haltbar.
Manche Lebensmittel, die sie nicht lagern können oder nicht rechtzeitig verbrauchen, können Sie auch einfach als Reiseproviant einpacken.

